5 seltsame Fakten zu Südostasien

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Bali: Rettet die Plazenta!

Wenn in Deutschland ein Kind geboren wird, kann sich die Frau glücklich schätzen, wenn ihr Mann ins Krankenhaus kommt und sie abholt. Auf Bali kommt der Mann auch ins Krankenhaus, seine Frau holt er aber nicht ab. Er holt lediglich die Plazenta. Ja, Plazenta. Diese nimmt er dann mit nach Hause und wäscht das labbrige Ding in einem Bad aus, um danach einen Baumwollfaden darum zu binden. Wenn all das getrocknet ist, wird es ins Küchenfenster gehängt, damit die vorbeilaufenden Menschen wissen, oha, da war der Storch da. Linke Seite im Fenster bedeutet, es ist ein Mädchen, rechte Seite im Fenster bedeutet Junge. Falls ihr also Mal gemütlich durch Bali schlendert und ein Fenster seht, in dem 7 Plazenten links und eine rechts aufgehangen ist, dann wisst ihr ab sofort, dass dieser Kerl arm dran ist.

Sulawesi: Hinfort mit bösartigen Kreaturen!

Die größte Schlange der Welt, eine Netzpython, wurde 1912 auf Sulawesi getötet und war 9,85 Meter lang, bei einem Durchmesser von 45 Zentimetern. Grund der Tier-Tötung war der unkontrollierbare Hunger dieses elendigen Monsters: In einer halben Stunde hat sie einen lebendigen Menschen verspeist, der ein stattliches Körpergewicht von 130 Kilo auf die Waage gebracht hat. Da haben sich 2 gefunden. Ich hab mal drüber nachgedacht und musste feststellen, dass mich Freund Snake in ca 11 Minuten komplett aufgegessen hätte. Nun wisst ihr, warum ich Sulawesi auf meiner Südostasienreise ausgelassen habe und vermutlich auch niemals besuchen werde!

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Fakten Südostasien: Schlange frisst Mensch

Bali: Schöne Namen braucht das Land!

Alle Glaubensbrüder und Schwestern der hinduistischen Religion heißen auf Bali Wayan, Nyoman, Made oder Nengah. Und da auf Bali 92 % der Einwohner dem Hinduismus angehören, stehen die Chancen nicht schlecht, dass eine Bekanntschaft einen der oben genannten Namen hat. Doch wie funktioniert das genau? Mutti gebärt ihr erstes Kind, und ohne groß drüber nachzudenken, hat es schon den wunderschönen Namen Wayan. Wenn Wayan ein Geschwisterchen bekommt, heißt dieses einfach Nyoman. Weiter gehts mit dem nächsten Kind, das nicht gar so großes Glück hat und fortan Made heißt. Den letzten fixen Namen gibt’s dann für das vierte Kind – Nengah- und dann ist der Kreativität ein Ende gesetzt, dann geht es nicht mehr weiter. Doch was passiert, wenn Mutti noch ein fünftes Kind rauspresst? Dann geht’s direkt wieder von vorne los mit Wayan und diesmal gibt es eine Nummerierung. Das 5. Kind hat somit denn zauberhaften Beinamen „1“. Und dabei ist ganz egal, ob es sich um Männlein oder Weiblein handelt. Wayan! Punkt. Ich fand die Geschichte ziemlich spannend und habe das auch mehrfach geprüft, bevor ich es hier niedergeschrieben habe und finde es eigentlich ganz gut. Exotische Totalausfälle wie Marbella-Lillifee St. Jaquechoc gibt es hier nicht.

Bangkok: Everything closed today!

Wohin die Fahrt mit dem Tuk-Tuk auch hingehen soll: Grundsätzlich sind alle gewünschten Geschäfte und Restaurants geschlossen. Geforderte Hotels sind meist nicht existent oder eventuell ist auch der Besitzer zufällig an diesem Tag verstorben. Komische Zufälle. Einige Dinge sind aber prinzipiell immer geöffnet und werden auch angefahren, selbst wenn man es bis zu 3 mal ablehnt: Dazu gehören Anzugschneidereien und Sex-Shows. Und warum der ganze Affenzirkus? Weil nahezu alle Tuk Tuk Fahrer Kooperationen mit besagten Besitzern eingehen und eine saftige Provision bekommen, wenn sie auch nur einen Kunden in solch einem dubiosen Geschäft absetzen. Über diese Ping-Pong-Shows sollte man nicht weiter sprechen, die sind nämlich mehr oder weniger widerwärtig. Aber die Anzüge sind der Hammer!

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Vang Vieng: Wer ein Bier mehr trinkt, zahlt weniger.

Rein hypothetisch: Wenn man sich in Vang Vieng ordentlich einen hinter die Binde kippt, kann man relativ einfach einer Geldstrafe und einem Knastbesuch entgehen. Wie funktioniert das ganze? Zuerst setzt man sich einen ganzen Abend ans Lagerfeuer und trinkt in kürzester Zeit so viele Bier Lao wie möglich, bis man sich weder artikulieren noch anderweitig verständlich machen kann. Dann humpelt man betrunken ins Bett, wo man seelig seinen Rausch ausschläft. In der Zwischenzeit verpasst man glücklicherweise ein kleines Spektakel, wenn 15 maskierte Polizisten aus dem Gebüsch springen, den ein oder anderen Joint-Stummel einsammeln, alle Pässe kassieren, die Hütten durchsuchen, alle zur Wache fahren und dann eine Wahl zwischen 500 Euro Geldstrafe oder 3 Monaten Gefängnis in Laos Hauptstadt stellen. Der Hintergrund ist Korruption – wer in Laos seine friedlich kiffenden Nachbarn bei der Polizei verpfeift, bekommt ein neues I-Phone 6. Elendige Gauner. Aber wie gesagt, alles rein hypothetisch.

Soweit, so gut. Die nächsten Fakten kommen zeitnah aus Neuseeland 🙂

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