Singing Bowls

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Ich gehe morgen zu den Singing Bowls. Die Nummer läuft so ab: In einem Yoga-Shambala hier auf Koh Samui sitzt ein heftiger Haufen von Freaks beinander, die sich alle in einen Kreis legen und dabei eine Stunde zu lustigen Therapieklängen rumhängen und sich dabei anfassen. So stell ich mir das zumindest vor, irgendwas mit Musik und Gymnastik halt. Soll wohl beruhigen. Da mach ich mit, ein bisschen Yoga kann ich nun schon!

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Hier laufen schon wieder einige Dinge unglaublich schief. Mir war vorab bewusst, dass einiges schief laufen wird, so war es ja die letzten Male auch. Deswegen habe ich diesmal vorgesorgt und bereits vor meiner Abreise sämtliche Risiken minimiert, damit ich mich vor Ort nicht rumärgern muss, sondern einfach Vollgas geben kann.

Und nun ärger ich mich trotzdem.

Idee ist es, 39 Strände auf Koh Samui zu erheben. Eine saftige Zahl. So sieht das aus:

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Mein Macbook kämpft gegen mich, ich gegen mein Macbook. Solche enormen Datenmengen in so kurzer Zeit ist es einfach nicht gewohnt. Immer, wenn ich es anmache, wird es in kürzester Zeit laut wie ein Staubsauger und heiß wie ein Ofen. Riecht dann auch wie ein Ofen. Erst gestern habe ich auf einen bedrohlichen Blackscreen geschaut, nachdem ich mir fast die Oberschenkel daran verbrannt hab. Ging nicht mehr aus, ging nicht mehr an, ging gar nix mehr. Wenn mich dieses Ding im Stich lässt, bin ich angeschissen.

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Meine Kamera kämpft gegen mich, ich gegen meine Kamera. Bereits nach zwei Wochen habe ich so viel Sand im Objektiv, dass es mir die Haare aufstellt, wenn ich es bewege und das entstehende Geräusch höre. Außerdem ist mein Mikrofon ist kaputt. Diese Nummer ist mir in Kroatien auch schon mal passiert, nach einem Jahr Einsatz ist es ja durchaus möglich, dass mal was kaputt geht. Deswegen habe ich natürlich diesmal vorher aufgerüstet und alles neu gekauft. Nun ist es schon wieder kaputt. Nach einer gottverdammten Woche. Aktuell sieht es so aus, dass ich gerade gar nichts vor der Kamera machen kann. Schade. Ist schon seit ein paar Tagen so, die ganze Insel bin ich bereits abgefahren, nichts gibt es aufzutreiben. Mit einem Fuß sah ich mich schon wieder im Flieger nach Bangkok sitzen,einkaufen, zurück fliegen. Ich habe zwar nun eine andere Lösung gefunden, die ist aber nicht sonderlich zufrieden stellend.

Und dann ist da noch die Insel an sich.

Koh Samui sieht zwar geil aus und ist es ist wunderbar warm hier, allerdings ist es versnobter, als gedacht. Hier ist es nicht ganz so chillig, wie man es in Thailand gewohnt ist. Ich wurde mittlerweile schon zwei mal vom sogenannten „Sicherheitspersonal“ ermahnt, weil ich an irgendwelchen Stränden irgendwas gefilmt habe. Hab ich so in der Form noch nie in Thailand gesehen, und ich war echt schon auf vielen Inselchen hier. Die Hotels hier sind zum Teil sehr schick und ich verstehe die Bedenken, die Privatsphäre der Gäste zu respektieren. Wenn ich Menschen im Bild haben möchte, frage ich diese natürlich zuvor auch höflich, ob ich denn mal die Cam draufhalten kann. Aber das „Sicherheitspersonal“ war dagegen. Egal. Fotografier ich halt Kleinkram. Auch schön.

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Außerdem habe ich mir nicht unbedingt den besten Spot zum Schlafen hier ausgesucht. Zwar ist es in meiner Dschungelhütte recht ruhig, aber der Weg an der Stadt vorbei ist ein schlimmer. Der Verkehr in Lamai und Chaweng ähnelt dem von Bangkok, hier wird auf einer zweispurigen Straße in acht Reihen gefahren, und zwar in gefühlte 10 Richtungen. Rückwärts. Jeden Tag jongliere ich meinen Roller hier durch, in der Hoffnung, dass ich irgendwie zu Hause ankomme. Ist bis jetzt ganz gut gelaufen, auf dem Roller bin ich fit. Kann einen aber auf dem nach Hause Weg schon mal ein bisschen aufwühlen. Gestern haben die mich geschubst, während ich auf dem Roller saß.

Frech ist das!

Deswegen: Ab zu den Singing Bowls. Und ein bisschen Yoga und Pilates. Vielleicht sind mir diese ganzen lästigen Störfaktoren, die mich von meiner Arbeit abhalten, danach ja egal. Vielleicht werde ich ja zum Yoga-Freak und lebe in Zukunft nur noch von Luft, Liebe und jeder Menge positiver Energie. Oder vielleicht bleibe ich hier auf Koh Samui in der geheimen Reggae-Bar hängen, die ich an meinem zweiten Strandtag entdeckt habe. Man erreicht sie nur bei Ebbe, bei Flut ist sie quasi von der Außenwelt abgeschnitten. Dort ist es wundervoll. Oder vielleicht mache ich morgen mal einen Abstecher nach Koh Phangan. Ich bin total gespannt, mal sehen wie es ausgeht. Alles kann, nichts muss.

Tschüss!

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