Beach-Check: Fünf hammerharte Traumstrände

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140 Strände von Mittelamerika bis nach Asien– das ist eine solide Anzahl an bereits besuchten Beaches dieser Welt. In Hinblick darauf, dass ich schon seit 10 Jahren nach Sand, Sonne und Meer lechze, wirkt es dennoch lächerlich. Desto mehr ich mich mit diesem Fakt auseinandersetze, desto weniger wundert es mich, dass ich nun als Strandtesterin arbeite. Für manch einen ist ein reiner Strandurlaub eine entsetzliche Qual: Langweile, Nichtstun, Verbrennen. Für andere hingegen ist es die schönste Beschäftigung im Jahr, weshalb ich euch heute meine fünf Lieblingsstrände um die Ohren hau.

Zipolite, Mexico

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Dieser Strand hat kein türkisblaues Wasser. Dieser Strand hat auch keinen Puderzuckersand. Aber dieser Strand hat Flair! Das Chiller-Mekka Mexicos, an dem sich Hippies, Backpacker und ein paar Händler des einfachen Lebens erfreuen. Unbedingt Ceviche probieren, ein kaltes Fischgericht mit säuerlicher Soße und rohen Zwiebeln. Klingt grausam, schmeckt aber ganz ausgezeichnet! Hier liegt man den ganzen Tag nur rum und entspannt sich.

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Die überschaubaren Strandhändler, die allesamt einen riesengroßen Rastabüschel auf dem Kopf und zumeist feuerrote Augen haben, haben alles richtig gemacht: Mit selbstgebastelten Ketten und Ohrringen oder aber feinem Gebäck, versuchen sie, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Man sollte an dieser Stelle vielleicht noch erwähnen, dass es sich um einen Nudisten-Strand handelt. Man kann nackt sein, muss es aber nicht. Wobei der Großteil der dort ansässigen Menschen das Nacktsein schon sehr zelebriert.

Golden Bay, Neuseeland

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Ich hab ja schon viel erlebt, aber im Bikini rumhüpfen und gleichzeitig Seeroben hinterher schwimmen? Da muss doch jemand gelogen haben, das kann doch so nicht sein, das musste ich somit in Neuseeland erstmal prüfen. Golden Bay heißt die wunderschöne Bucht, die aberwitzige 45 Kilometer lang ist. Am obersten Eingang des Abel Tasman Nationalparks gibt’s außer Seeroben, Meer und Sand Folgendes: Nichts. Gerade deshalb hat es dieser wunderschöne Strand auf meine Top fünf geschafft, da hier kein hässliches Haus, Restaurant oder Würstlbude steht, hier kann man sich kein Surfbrett ausleihen und pinkeln muss man auch in der freien Natur.

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Einziger Nachteil: Es gibt schon einen Grund warum sich Seeroben dort unglaublich wohl fühlen. Das Wasser ist arschkalt und lädt bei einem empfindlichen Gemüt sofort zur Blasenentzündung ein!

Koh Lipe, Sunset Beach, Thailand

Wer meinen Blog kennt, wird sich nicht wundern, dass auch ein thailändischer Strand in meinem Beach-Check vertreten ist. Auf neun Inseln war ich bereits und schön sind in Thailand eigentlich alle Strände, keine Frage. Doch einer, der hat mich ganz besonders umgehauen: Der Sunset Beach auf Koh Lipe.

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Hier ist das Wasser eigentlich durchsichtig, als Kind hätte ich wahrscheinlich unsichtbar gesagt, irgendwie damals den Unterschied nicht begriffen. Großer Pluspunkt an diesem fantastischen Strand: Ein paar unfassbar coole Kneipen bieten hier zu besten Thailand-Preisen solides Essen, frische Kokosnüsse und leckere Mangoshakes. Leise Reggae-Musik begleitet jeden Strandtag und die Menschen sind wie überall in Thailand unfassbar nett. Außerdem laufen die lustigen Thai-Frauen tagein tagaus den gesamten Strand ab, um x-beliebige Massagen direkt auf dem eigenen Handtuch anzubieten.

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Es hat zudem etwas Magisches, wenn das nächste Longtailboot direkt vor der Tür hält, die Insassen mit ihren Backpacks einfach ins Wasser springen und sich schnell in die nächstbeste, urige Hütte einnisten. Wunderbar!

Perhentian Islands, Turtle Beach, Malaysia

Es gibt einen Ort, an den kommt man nur, wenn man sich einen Arm und ein Bein ausreißt – aber der Weg lohnt sich. Ganz easy: Nach Kuala Lumpur fliegen, dann mit einer kleinen Propellermaschine nach Kota Baru, von dort aus mit einem Boot übers südchinesische Meer schippern, bis man endlich am Ziel ist: Die Perhentian Islands. Davon gibt es zwei, Pulau Besar und Pulau Kecil – erstere eignet sich hervorragend für einen gemütlichen Familienurlaub, zweitere für einen Tauch- und Strandbarurlaub.

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Somit hat es mich auf das kleine Idyll Kecil verschlagen, das im Gesamtbild schon gewaltig was hermacht – Nonplusultra ist jedoch der Turtle Beach, an den man nur gelangt, wenn man gleich früh am Morgen in ein Taxiboot springt und sich irgendwo ins Nirgendwo fahren lässt. Unbedingt mit dem Fahrer einen Abholtermin vereinbaren, sonst bleibt man da bis ans Ende seiner Tage sitzen – was in Hinblick auf diesen Bilderbuchausblick vielleicht gar nicht so verkehrt wäre. Hier ist das Wasser so dermaßen klar und türkisblau, dass man meinen könnte, man stünde in einem gefliestem Swimmingpool.

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Der Sand sieht aus wie Puderzucker. An diesem extrem ruhigen Strand gibt es gar nix: keine Menschen, kein Essen. Unbedingt eine Brotzeit und ausreichend Wasser mitnehmen. Eignet sich hervorragend, um alleine mit dem Partner hinzufahren und ein bisschen Unfug zu treiben. Obacht vor den Schnorchlern!

Gandoca Manzanillo, Costa Rica

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Einer meiner ersten exotischen Strände, den ich auf seine Tauglichkeit testen konnte. Vorteil: Der Strand befindet sich in einem Nationalpark, da gibt’s keinen Müll, keinen Dreck und außer ein paar Besuchern auch keine weiteren Menschen. Dafür gibt es Affen, die in den Baumkronen umherhüpfen und außerdem riesengroße Schildkröten, die Nachts oder am frühen Morgen an Land kommen. In Hinblick darauf, dass die Schildkröten über zwei Meter groß sind und die Affen gerne auf den Kopf springen und am Rucksack rumzerren, mag das vielleicht angsteinflössend klingen. Aber es ist irgendwie cool. Puderzuckersand gibt es dort auch nicht, aber manchmal kann einen auch das Gegenteil aus der Latschen hauen: Der Strand ist pechschwarz! Daraus ergibt sich ein kleiner Nachteil: Bei einer soliden Wohlfühltemperatur von 40 Grad und äquatorbedingter Hardcore-Sonneneinstrahlung kann man da nicht wirklich umher laufen, außer man möchte sich danach die Haut von den Füßen puhlen. Nur wer jahrelang an einem soliden Hitzeschutz – der Fuß-Hornhaut – gearbeitet hat, kann sich hier einen kleinen Spaziergang gönnen.

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Aber auf einem schattigen Plätzchen auf dem Strandtuch verweilen und beispielsweise einer Horde Kühe dabei zusehen, wie sie durchs Wasser trabt, das ist auch möglich. Und auch schön. Selten an so einem surrealen Ort gewesen, der feste Platz in meinem Beach-Check ist somit absolut gerechtfertigt!

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